Weilheim/Teck 2026: Springpferde nehmen Kurs auf die Championatstitel
Hohen Starterzahlen in den Einflaufprüfungen
Mit erfreulich hohen Starterzahlen sind die diesjährigen Landeschampionate in Weilheim an der Teck gestartet. Zahlreiche Pferde aus der Landeszucht präsentierten sich dabei bereits als aussichtsreiche Kandidaten für die Championatstitel.
Den Auftakt machten die fünf- bis siebenjährigen Springpferde. Mit über 50 Starterpaaren, getrennt in zwei Abteilungen, war die Springpferdeprüfung der Kl. L* hervorragend besetzt. Den Sieg in der Einlaufprüfung der Fünfjährigen sicherte sich allerdings eine Stute aus dem Oldenburger Zuchtgebiet, und zwar Colotta PS. Vorgestellt von Alia Knack überzeugte die sportlich aufgemachte Tochter des Continental Blue am Sprung in jeglicher Hinsicht und erhielt dafür eine Wertnote von 8,6. An zweiter Stelle zu sehen war die DSP-Stute Bella G, Tochter des Baggio aus der Zucht von Martin und Marina Grötzinger. Ausgebildet und vorgestellt wurde die aufgeweckte Stute von Jungpferdespezialistin Miriam Bohn (ehemals Grötzinger). Der heutige Lohn: Eine Wertnote von 8,3. Knapp dahinter rangierte der Landeschampion der vierjährigen Springpferde aus 2025, nämlich Askaryan. Der gekörte Junghengst v. Asca (Z.: Heinz Walz) steht im Besitz des Haupt-und Landgestütes Marbach und wurde von seiner Ausbilderin Eva-Maria Lühr vorgestellt. Nach seinem Championatserfolg im vergangenen Jahr zählt auch er wieder zu den aussichtsreichen Titelanwärtern.
PBM Carl Josef und PIA de Mariposa siegen bei den Sechsjährigen
Im Starterfeld der Sechs-und Siebenjährigen hatte ein Nachkomme aus der Landeszucht die Nase vorn, genauer gesagt PBM Carl Josef. Wie der Name bereits verrät, stammt der Schimmelwallach aus der Zucht und dem Besitz der PBM Pfefferle GmbH aus Mengen. Im Sattel Platz genommen hatte Jochen Pfefferle selbst. Der großrahmige Sohn des Cicero Z van Paemel überzeugte mit einem harmonischen Gleichmaß im Parcours und feiner Springmanier, woraus eine Endnote von 8,6 resultierte – ein deutliches Ausrufezeichen im Hinblick auf das Championat. Auf Rang zwei triumphierte der Holsteiner-Wallach Million Gold (Z.: Raimund Damnbacher) unter Adrian Schmid. Die harmonische Vorstellung des Million Dollar-Sohns wurde von Olaf Peters und Helmut Hartmann mit einer Note von 8,5 bewertet. Knapp dahinter folgte Stallkollegin Calice, eine Hannoveraner-Stute abstammend von Chacoon Blue-Converter.
Für die sechsjährigen Nachwuchspferde gab es alternativ auch eine Einlaufprüfung der Klasse M* nach Fehler/Zeit. Dort führte Jochen Schelling die DSP-Stute PIA de Mariposa aus der Zucht und dem Besitz von Heiner Sommer zum Sieg. Damit nimmt die Schimmelstute abstammend von Poker de Mariposa aus einer Zuccero-Mutter Kurs auf den Titel der sechsjährigen Springpferde. Rang zwei sicherte sich Spot on M unter Marcel Marschall, gefolgt von der irisch gezogenen Stute Creans Candy Mim, die Jungprofi Marvin Frey vorstellte. Ebenfalls interessant: Auf Rang vier sprang FBW Clintina B, die amtierende Championesse der fünfjährigen Springpferde. Anne Götter präsentierte die Colorit-Tochter aus dem Besitz und der Zucht ihres Onkels Patrick Blösch. Den Sieg in der zweiten Abteilung (siebenjährige und ältere Pferde) sicherte sich ebenfalls ein Nachkomme aus der Landeszucht, nämlich Zedric unter Marc Maier. Der siebenjährige Zinedine-Ciacomo-Sohn steht im Besitz von Herbert Müller, aus dessen Zucht der Fuchswallach auch stammt.
Landeszucht belegt geschlossen das Podium
Auch die Ergebnisliste des M**-Springens fiel erfreulich aus: Die Plätze eins bis drei der ersten Abteilung gingen allesamt an Nachkommen aus der Landeszucht. Allen voran die achtjährige Schimmelstute Cordelia aus der Zucht und dem Besitz der Familie Sorg aus Fronhofen. Seit über zwei Jahren stellt Colin Sorg, der 17-jährige Sprössling der ambitionierten Züchterfamilie, die Caroly-Tochter erfolgreich auf Turnieren vor. Erst am vergangenen Wochenende konnte sich die Stute in Babenhausen ihren ersten S-Sieg sichern. Damit gehört Cordelia auch heute zu den Favoriten für das Goldene Band. Platz zwei belegte die ebenfalls achtjährige DSP-Stute Belle Chocolate (B.: Katharina Schlosser), vorgestellt von Markus Kölz. Belle Chocolate v. Big Star-Candillo stammt aus der Zucht von Wolfgang Wagner vom Hardthof in Stetten am kalten Markt. Auch sie gehört zu den Pferden, die heute im Rennen um das Goldene Band mitmischen wollen.
Mit dem siebenjährigen Percy Jackson ritt Markus Kölz zudem ein weiteres Nachwuchspferd aus der Landeszucht in die Platzierung. Der Sohn des Poker de Mariposa aus einer Catoki-Mutter stammt aus eigener Zucht des Springreiters vom Burkhardshof und steht im Besitz der BG Langer & Kölz.
Deep Blue nimmt Kurs auf den Titel der Vierjährigen
Den Abschluss des gestrigen Turniertages bildete eine Springprüfung der Kl. A**, gegliedert in zwei Abteilungen für vier- sowie fünf-bzw. sechsjährige Springpferde. Der Sieg bei den Vierjährigen - und damit spannend für die Entscheidung des Landestitels- ging an den DSP-Hengst Deep Blue aus dem Besitz und der Zucht der Familie Pech. Altersgerecht vorgestellt hatte den Diablue PS-Sohn Emilia Grasmeier und erhielt dafür die Tageshöchstnote von 8,7. Der schick aufgemachte Hengst stach mit einer harmonischen Runde hervor und zeigte viel Qualität am Sprung. Es folgte Darwino Z, der zwar mit Zangersheider Abstammung nicht zur Championatswertung zählt, aber auf ganzer Linie zu überzeugen wusste. Ramona Haap präsentierte den Darwin Z-Sohn aus der Zucht und dem Besitz von Rudolf Tress aus Ehestetten. Auf dem Bronzerang triumphierte wiederum ein Produkt aus der Landeszucht, nämlich der DSP-Wallach Diodoro (Z.: Regina Strecker) unter Manuel Feige. Diodoro stammt ab von Diablue PS-Canturo und steht im Besitz von Rachel Schneider. (Text: RJ Laura Bräuninger)