DSP-Sattel- und Ponykörung – ein Höhepunkt für alle Zuchtinteressierten
Am 30. und 31. Oktober fand in Marbach die DSP-Sattel- und Ponykörung statt und war mit 22 Hengsten in diesem Jahr stark besetzt.
Insgesamt 5 Hengste stellten sich im Rahmen der Sattelkörung der Körkommission bestehend aus der baden-württembergischen Zuchtleiterin Anja Bartha, dem Vorsitzenden des Pferdezuchtverbandes Baden-Württemberg Edwin Schuster, Bayerns Zuchtleiter Torsten Große-Freese sowie den Sportvertretern Ina-Kathrin Schmid (Dressur) und Olaf Peters (Springen). Vier Hengste erhielten das begehrte positive Körurteil.
Den Auftakt machte hierbei der dreijährige Feliciado E von Feliciano aus der Zucht und dem Besitz von Georg Johannes Ederle aus Bissingen. Der großrahmige Hengst präsentierte sich harmonisch, mit einer guten Aufteilung der Körperpartien und viel Ausstrahlung. Der charmante Junghengst zeigte sich im Freilauf stets elastisch und kraftvoll aus der Hinterhand und überzeugte auch unter dem Sattel durch einen fleissigen, taktsicheren Schritt, eine elastische Trabarbeit und eine großzügig bergauf angelegte Galoppade.
Ein weiteres positives Körurteil erhielt der in 2023 geborene Delano (Züchter Manfred Merschmann, Besitzer PBM Pfefferle Gmbh). Der Sohn des Dallas VDL präsentierte sich typvoll mit maskuliner Ausprägung, punktete schon im Freilauf durch seine kraftvolle Galoppade und überzeugte in allen drei Grundgangarten mit gutem Gleichmaß, Balance und Taktsicherheit. Im Freispringen zeigte er sich vermögend, mit guter Technik, gutem Abdruck und viel Übersicht am Sprung.
Ebenfalls gekört wurde der dreijährige Scarosso von Sergantini aus der Zucht von Bernd-Uwe Hildebrandt und dem Besitz von Dorothee Schmid aus Lonsee. Der im mittleren Rahmen stehende Fuchs überzeugte mit grundsätzlich sportlichen Attributen. Unter dem Sattel fehlte es im Schritt etwas an Losgelassenheit, dafür
punktete er vor allem im Trab mit guter Balance, Elastizität und Abdruck aus dem Hinterbein sowie einer stets bergauf getragenen Galoppade.
Freuen durfte sich außerdem das Haupt- und Landgestüt Marbach, das mit dem großrahmigen Lago di Lei ebenfalls einen gekörten Hengst aus seiner Zucht stellte. Der fünfjährige blutgeprägte Sohn von Nathan de la Tour AA präsentierte sich mit gutem Gebäude und kräftiger Oberlinie und überzeugte durch ansprechende Grundgangarten. Der großrahmige Trakehner Champion der 5jährigen Vielseitigkeitspferde 2026 bestach zudem durch seine positiven Interieurwerte und zeigte unter dem Sattel eine souveräne Vorstellung.
Im Rahmen der Ponykörung wurden insgesamt 17 Hengste der Körkommission, bestehend aus der baden-württembergischen Zuchtleiterin für Kaltblut, Pony- und
Spezialrassen Dr. Diane Wischner-Pingel, dem Vorsitzenden des Pferdezuchtverbandes Baden-Württemberg Edwin Schuster, der Vertreterin der Ponyzüchter im Vorstand des PZVBW Sabine Schoch sowie der Zuchtleiterin des Verbandes der Pony- und Pferdezüchter Hessen Antje Römer-Stauber, vorgestellt – und die Bilanz war beachtlich. Insgesamt wurden 8 Hengste gekört, drei Prämien vergeben und ein Siegerhengst gestellt.
Prämien- und zugleich Siegerhengst wurde Gründleinshof Nenn es Schicksal aus dem Besitz von Felix und Tanja Stieglmaierc. Der 2024 geborene Junghengst präsentierte sich mit einem korrekten Fundament mit guter Gelenkausprägung und einem lockeren Bewegungsablauf und zeigte im Freispringen viel Vermögen.
Ebenfalls mit einer Prämie ausgezeichnet wurde der einzige Haflingerhengst der diesjährigen Ponykörung Steinfürst von Steuermann liz., aus der Zucht und dem
Besitz von Kurt Antes, der mit einem starken Ausdruck und viel Bewegungsqualität punktete.
Dritter Prämienhengst der Ponykörung wurde das Deutsche Partbred Shetland Pony Miro von Marschall Liberty (Züchter: Claudia Wiemer, Besitzer: Lea Rodi), der mit seiner Vorstellung auch zum Publikumsliebling avancierte. Mit seinen 78 Zentimetern präsentierte der charmante Junghengst sich mit einer guten Aufteilung der Körperpartien und ansprechenden Bewegungen.
Das Deutsche Classic Pony John Deere von Krummesse (Züchter und Besitzer Dirk Lüth) erhielt ebenfalls ein positives Urteil. Damit sicherte sich der bereits gekörte Nachkomme des Jonny-Walker von Krummesse die Anerkennung im Zuchtgebiet. Bei den Reitponys konnten Bagis Dreamer von Daydreamer Uno aus der Zucht und dem Besitz von Gisa Barthel, G-Class von Gold Garant (Züchter: Jessica Johmann; Besitzer: Christiane Bader), Goldstück von Gold Garant (Züchter: Beate und Matthias Siegle; Besitzer: Helene Schepper) und Nevertheless SH von Neverland WE aus der Zucht und dem Besitz der Ponyzucht Hollenbach GbR ihre Körqualitäten unter Beweis stellen und die Kommission schließlich von sich überzeugen.