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Ponyzüchter traffen sich zum Gedankenaustausch

05.04.2022

Verband trug Jahresbericht vor

Nachdem im Jahr 2021 - pandemiebedingt - die Rassegruppenversammlung der Kleinpferde- und Ponyzüchter ausgefallen ist, hat sie dieses Jahr nun am letzten Sonntag im März in Ostfidern-Ruit wie gewohnt, stattgefunden.

Obwohl sich Frau Sailer von der Geschäftsstelle im Vorfeld die Mühe machte, nahezu alle Mitglieder per Email einzuladen, ist der Besuch der Rassegruppenversammlung mit unter 10%  der Eingeladenen schwach ausgefallen. Leider hat auch niemand vom geschäftsführenden Vorstand des Verbandes teilgenommen.

Nach der Begrüßung durch die Pony- und Kleinpferdevertreterin Sabine Schoch stellte Frau Sailer das (neue) Portal Pferdezucht Online vom Verband vor und erklärte die einzelnen Schritte, um seinen eigenen Pferdebestand in Zukunft online managen zu können. Einige Züchter arbeiten schon mit diesem System, für die Meisten war es aber eine interessante und klar gegliederte Unterweisung.

Im Anschluss trug der für die Pony- und Kleinpferderassen zuständige Zuchtleiter Manfred Weber seinen Jahresbericht vor. Er stellte in seinem Vortrag mit einer äußerst umfangreichen und gut gegliederten Präsentation die Entwicklung der Ponyzucht in der FN vor. Dabei ging er auf die prozentuale Verteilung der Rassen in den vergangenen Jahren und deren positive Zuchtentwicklung im letzten Jahr ein. Zunahmen waren bei den eingetragenen Stuten, den Stutbuchaufnahmen, den Bedeckungen und den registrierten Fohlen zu verzeichnen. Als besonders positiv stellte er auch die Zunahme der leistungsgeprüften Ponys und sonstigen Rassen im vergangenen Jahr heraus. Im Vergleich zu 2019 nahmen in 2020 und 2021 24 % mehr Ponys und Pferde an den Leistungsprüfungen teil. Interessant war auch die unter dem Dach der Deutschen Reiterlichen Vereinigung im Rahmen einer Bachelorarbeit erstellte Auswertung zum bundesweiten Championat des Freizeitponys, das seit Jahren erfolgreich durchgeführt wird. Insbesondere die Ponyrassen zeigten dabei herausragende Leistungen, die für einige Rassen auch als Leistungsprüfungsnachweis gewertet werden. Für den "Süden Deutschlands" findet das süddeutsche Championat des Freizeitponys auch im Jahr 2022 wieder in Ansbach statt.

Anpassungen gab es im vergangenen Jahr in vielen Zuchtprogrammen der Pony-, Kleinpferde und sonstigen Rassen. Die aktualisierten Zuchtprogramme sind auf der Homepage des Pferdezuchtverbandes veröffentlicht.

Zuchtleiter Weber stellte den Züchtern auch die unter dem Dach der FN in den letzten vier Jahren erarbeiten einheitlichen Vergaberichtlinien für die Prämierung von Hengsten und Stuten vor. Diese werden im Mai 2022 den Verbänden bei der Jahrestagung der FN zur Verabschiedung vorgelegt und sind ab 2023 von den deutschen Pony Zuchtverbänden umzusetzen. Auch diese werden auf der Homepage des Verbandes zu finden sein.

Auch sprach er die zwei neuen Zuchtprogramme für das Curly Horse und das Kleine Deutsche Reitpferd an, die der Verband seit neuestem führt.

Zum Ende seines Vortrages ließ der Referent die vielen Erfolge in Zucht und Sport der baden-württembergischen Ponys im vergangenen Jahr Revue passieren.

Die Forderung der Anwesenden Ponyzüchter die Höhe des Förderbetrages für die in Baden-Württemberg leistungsgeprüften Ponys mit einer Lebensnummer des Verbandes von bisher 50 auf 100 Euro wie bei den Reitpferden und Kaltblutrassen anzugleichen, wird die Rassevertreterin dem Vorstand vortragen.

Sie bedankte sich bei den Anwesenden für ihr Kommen und schloss die Versammlung um 17.30 Uhr. Sabine Schoch, Vorstandsvertreterin Pony- und Kleinpferde im Pferdezuchtverband Baden-Württemberg