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Sophie Hinners lässt Marbachs Churchill strahlen

01.08.2022

Württemberger DSP Hengst Churchill (Cassito/Colman; Z.: Josef Gronmayer) gewinnen sensationell die Riders Tour Etappe auf den Immenhöfen/Donaueschingen.

Der Kampf um den Titel „Rider of the year“ ging auf den Immenhöfen in die nächste Runde. Bei der vierten von acht Bemer Riders Tour-Etappen wurde deutlich, dass dieser Titel auch einer Amazone hervorragend stehen würde. Das Weltranglistenspringen über 1,45 Meter wurde in einer Siegerrunde der besten Zwölf entschieden, hochspannend bis zum Schluss fieberte das Publikum lauthals bis zum letzten Starter mit. Doch die Nase vorn konnte am Ende nur Eine haben: Sophie Hinners hatte bereits im Umlauf eine wahre Traumrunde mit dem Marbacher Gestütshengst Churchill in den Parcours gezaubert. In der Siegerrunde setzte die 24-jährige Springreiterin vom Hofgut Dagobertshausen dann alles auf eine Karte. Der Schimmelhengst aus der Zucht von Josef Gronmayer vertraute seiner Ausbilderin blind und sprang ganze Häuser für sie. Bei 37.69 Sekunden blieb die Uhr stehen, damit war Hinners ziemlich genau drei Sekunden schneller als der Däne Mathias Norheden Johansen vom Stall Gugler mit Camelot auf Rang zwei. Der Schweizer Werner Muff sprang mit dem selbstgezogenen Flying Rocky auf den Bronzerang. Im Anschluss an die Siegerehrung zeigte sich Hinners unglaublich stolz. Churchill sei seit Ende letzten Jahres bei ihnen im Stall. „Wir haben Churchill ganz behutsam und sehr langsam aufgebaut. In den letzten Wochen hat er immer größere Fortschritte gemacht, das macht mich unglaublich stolz.“ so Hinners über Churchills Entwicklung in den letzten Monaten. Für eine kleine Sensation sorgte die erst 16-jährige Anastasia Nielsen. Im Sattel von Tailormade Contou sprang die Monegassin auf Rang vier, vor Armin Schäfer, der mit Mannhatten Blue zwei überragende Runden ablieferte und mit einer Stange in der Siegerrunde Fünfter wurde. Als letzter Starter des Stechens hatte es Hans-Dieter Dreher noch in der Hand. Nach einem Fehler in der Kombi und am Schlusssprung wurde es allerdings Rang neun mit Elysium. Nach einem fehlerfreien Umlauf durften sich Pia Reich und Lea-Sophia Gut ebenfalls über eine Platzierung zum Abschluss freuen.

Im letzten Jahr hatte erstmals eine Etappe der Bemer Riders-Tour auf dem internationalen Turnier in Donaueschingen stattgefunden. Da damals noch von der Pandemie gebeutelt zahlreiche Turniere ausgefallen waren, kamen die Initiatoren aktiv auf Familie Frese zu. Diese sprangen gerne ein. „Durch die Bemer Riders-Tour konnten wir zahlreiche neue Gesichter und wirklich gute Reiter für einen Start hier auf unserer Anlage gewinnen. Das wertet den Sport ungemein auf, ist aber auch mit einigen Bedingungen verknüpft.“ erklärte Turnierleiter Christian Frese gegenüber dem Reiterjournal. Damit spricht Frese zum einen auf die Bedingungen an, die erstklassig sein müssen, aber auch die Finanzen, die im Rahmen solch hochdotierter Springen gestemmt werden müssen. „Das Turnier ist Jahr für Jahr ein Kraftakt für uns, es ist kein Selbstläufer. Aber wir planen langfristig!“ so Sohn Tim Frese weiter. Umso mehr hatte man sich auch gefreut erneut Austragungsstätte der Bemer Riders-Tour zu sein. „Wir wollten nicht der einmalige Not-Nagel sein, das haben wir gleich im letzten Jahr signalisiert.“ führte Tim Frese weiter aus, der mittlerweile den Hofbetrieb seiner Eltern übernommen hat. Ein Not-Nagel ist das Turnier auf den Immenhöfen wahrlich nicht, vor vollem Haus fand heute die vierte von acht Stationen der Bemer Riders Tour-Serie statt. Weitere werden beim Turnier der Sieger in Münster, beim CSI Lier, beim CSI Arena Nova in Wiener-Neustadt und bei den VR Classics in Neumünster stattfinden. (Text: Reiterjournal / akb)