Logo

DSP-Hengsttage Ehrungen und Auszeichnungen

23.01.2023

DSP-Hengsttage: Spot on für Colorit und Nombrado

Es ist längst Tradition, im Rahmen der Gala bei den Hengsttagen in München-Riem auch ganz besondere Hengste in den Fokus zu rücken und begehrte Titel zu vergeben.

Colorit ist DSP-Elite-Hengst
Der jetzt 20-jährige Colorit ist das Tragen von Schärpen gewohnt. Auch von solchen des DSP. Der Holsteiner Schimmel in Sonderlackierung von Coriano Z-Capitol I-Sacramento Song xx, der mittlerweile Colorit Z heißt, zur Hengstriege des belgischen Gestüts Zangersheide gehört und im Süden über Gestüt Birkhof züchterisch vermarktet wird, wurde bereits vor zehn Jahren in Stuttgart als „Masters Hengst“ gefeiert. Der von Hans-Dieter Weimer im baden-württembergischen Bondorf gezogene Ausnahmehengst, der Klaus Isaak gehörte, feierte im Sport herausragende Erfolge: Er siegte unter anderem auf Fünf-Sterne-Niveau in Paris und gewann mit Christian Ahlmann den Stuttgart German Masters. Unter dem Sattel von David Will triumphierte er im Weltcup-Springen in `s-Hertogenbosch und den Großen Preisen von Hagen, Mannheim und München, um nur einige Erfolge zu nennen. Bis 2018 war er im internationalen Turnierzirkus eine feste Größe. Seine Lebensgewinnsummer beträgt knapp 670.000 Euro.Und auch züchterisch gehört er zur Spitzenklasse: Knapp 130 seiner Nachkommen sind allein in Deutschland als Sportpferde registriert, knapp 20 davon sind S-erfolgreich, unter anderem DSP Concordia mit David Will. Für den DSP stellte er sowohl Siegerfohlen als auch Champions. Jetzt darf er sich „DSP-Elitehengst“ nennen – eine hochverdiente Auszeichnung

Der Diamant-Preis für Nombrado
Seit 2011 wird bei den DSP-Hengsttagen auch ein Preis vergeben, der auf Deutschlands Körplätzen einmalig ist: der Diamant-Preis, präsentiert von den in Nürnberg ansässigen Juwelieren „Banki & Sohn“. In diesem Jahr war Firmenchef Shadi Banki zwar nicht persönlich vor Ort, er ließ es sich aber nicht nehmen, per Video-Botschaft zu gratulieren. Die von ihm Beglückwünschten waren Züchter Ferdinand Sanladerer und Conny Back, die Chefin des Haupt- und Landgestüts Schwaiganger. Denn ausgezeichnet wurde der 2015 im Züchterhaus Sanladerer in Neuburg/Inn geborene Nombrado, der als Landbeschäler in Diensten Bayerns steht. Der Besitzwechsel fand übrigens auf der Elite-Fohlenauktion in Nördlingen statt. Der 2018 in München-Riem gekörte braune Sohn des Numero Uno aus einer Stute von Asti Spumante-Cosinus B sammelte siebenjährig unter Christof Göbel bereits Schleifen und Siege bis Klasse S*. Das Siegen ist ihm quasi in die Wiege gelegt, denn sein Vater Numero Uno ging international unter Marco Kutscher und Muttervater Asti Spumante sammelte ebenso große Erfolge mit Thomas Mühlbauer im Sattel wie der Urgroßvater Cosinus B mit Hengsthalter Tobias Bachl. Nicht nur in Bayern gilt Nombrado als vielversprechendes Talent. 

Und welchen Weg die „Diamant-Hengste“ nehmen können, beweist neben einer ganzen Reihe weiterer Hengste derzeit der 2019 mit diesem Preis ausgezeichnete Stargold. Der Stakkato Gold-Sohn, der 2014 bei den DSP-Hengsttagen gekört wurde, ist mittlerweile mit Marcus Ehning auf Fünf-Sterne-Niveau erfolgreich, gewann 2021 bei den Europameisterschaften Team-Silber, war Anfang vergangenen Jahres beim hochdotierten Großen Preis von Doha Zweiter und auch vor knapp einer Woche wurden die beiden beim Weltcup in Basel nur knapp geschlagen Zweite. Die Hufspuren sind also groß, doch Nombrado ist Vieles zuzutrauen. mic

DSP-Prämien für sieben Nachwuchsstars

Das Prädikat „DSP-Prämienhengst“ ist längst ein Gütesiegel erster Klasse. Im Rahmen der DSP-Hengsttage wurden sieben Hengste mit dem prestigeträchtigen Prädikat ausgezeichnet:
Über diese besondere Würdigung durfte sich unter anderem das Brandenburgische Landgestüt freuen. Denn ab sofort darf sich auch der in Neustadt/Dosse beheimatete Oganero P aus der Zucht der Familie Pietscher „DSP-Prämienhengst“ nennen. Der Fuchs von Ogano Sitte-Lyjanero war überragender Sieger der springbetonten Hengste bei der Körung im Rahmen des „Schaufensters der Besten“ 2020. Altersentsprechend war er in der vergangenen Saison vierjährig in Springpferdeprüfungen bis A** hocherfolgreich. Und nicht nur dieser Brandenburgische Landbeschäler ist DSP-Prämienhengst – sein „Kollege“ Kamino Real bekam die Schärpe ebenfalls umgelegt. Der Braune von Karajan-Check In aus der Zucht von Marcus Strathusen aus dem Jahrgang 2018 legte seine Leistungsprüfung mit der Endnote 8,06 ab und war 2022 bereits in Springpferdeprüfungen bis zur Klasse A** erfolgreich. Und Neustadt/Dosse zum Dritten: DSP Cantador (von Carleyle/Askari) aus der Zucht von Olaf Michaelis machte es den beiden vor ihm Ausgezeichneten nach. 2022, als Fünfjähriger, stand er im Finale des Bundeschampionates.

Auch bei der Sächsischen Gestütsverwaltung hängt nun eine weitere Schärpe mit der Aufschrift „DSP-Prämienhengst“. Denn Moritzburgs Schimmel United Power von Untouchable-Lux ist jetzt ein solcher. Der 2019 geborene Rheinländer legte seine Leistungsprüfung im November 2022 in Neustadt/Dosse als Sieger mit der hervorragenden Springnote von 8,9 ab. Auch Vangelis machte bereits vierjährig von sich reden: Der Braune von Vitalis-Sandro Hit aus der Zucht des Gestüts Elstertal, den das Gestüt Birkhof auf der Fohlenauktion in Ising erwarb, war in der vergangenen Saison in Reitpferdeprüfungen hocherfolgreich und war DSP-Vize-Champion in Darmstadt.

Und noch einmal Landgestüt: Auch der Marbacher Landbeschäler Descartes wurde mit dem Prämienprädikat geadelt. Der DSP-Prämienhengst von Durello aus einer Mutter von Sir Oldenburg ist DSP-Vizechampion und war Teilnehmer am Bundeschampionat.

Kannans Kid macht die Riege der im Rahmen der Hengsttage als „DSP-Prämienhengste“ ausgezeichneten Vererber komplett. Auf der Hengststation Burghof Brodhecker in Riedstadt-Wolfskehlen ist der 2017 geborene braune Hengst von Kannan-Diamant de Semilly zuhause. Er sammelte 2022 goldfarbene Schleifen in Klasse A und L und beendete seinen 50-Tage-Test im November in Neustadt/Dosse mit der sehr guten Endnote 8,65. mic    

 

Ehrungen in der Olympia-Reithalle - DSP-Hengsttage: Ehre, wem Ehre gebührt

Die große abendliche Gala am Freitagabend im Rahmen der Hengsttage auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem bietet immer auch die Bühne, um sich bei verdienten Persönlichkeiten der Zuchtszene zu bedanken. Getreu dem Motto: Ehre, wem Ehre gebührt!

Goldene Ehrennadel des DSP für Hugo Matthaes
Es ist die höchste Ehrung, welche die AG des Deutschen Sportpferdes zu vergeben hat: die Goldene DSP-Ehrennadel. In diesem Jahr ging sie an einen Mann, der in der hippologischen Szene bekannt ist wie wenige: Verleger Hugo Matthaes. Er hat nicht nur einst das renommierte baden-württembergische Fachblatt „Reiterjournal“ aus der Taufe gehoben, das mittlerweile im 44. Jahrgang erscheint, er hat auch das „Züchterforum“ entwickelt und schließlich „Bayerns Pferde“ dem Portfolio hinzugefügt. Immer unterstützt von einem tatkräftigen Team, versteht sich, das stets auch bei den DSP-Hengsttagen engagiert im Einsatz ist.
Was nicht alle wissen: Der einst bis zur schweren Klasse erfolgreiche Dressurreiter ist auch ein renommierter Züchter. 2007 stellte er bei den DSP-Hengsttagen gleich zwei gekörte Hengste: Sir Württemberg von Sir Oldenburg und Touch Me von Tullamore.
Aber nicht nur das. Hugo Matthaes war mit seinen Magazinen dem DSP von dessen Taufe an konstruktiv-kritischer Wegebegleiter und Förderer. Auch wenn sein persönliches „rundes Jubiläum“, der 70. Geburtstag, erst im Juli gefeiert wird, bedankte sich das Team des DSP schon anlässlich des eigenen Jubiläums, der 20. Auflage – mit der Goldenen Ehrennadel des DSP! Überreicht wurde diese besondere Auszeichnung vom DSP-Vorsitzenden Carsten Grill und DSP-Geschäftsführerin Heike Blessing-Maurer.

Gustav-Rau-Plakette in Bronze für Uwe Mieck

2021 gehörte er zum letzten Mal der DSP-Körkommission an, doch die Anreise nach München nahm Uwe Mieck auch in diese Jahr gerne in Kauf, schließlich war der Anlass ein besonderer: die Auszeichnung mit der Gustav-Rau-Plakette der Deutschen Reiterlichen Vereinigung in Bronze. Zu den zahlreichen Gratulanten gehörte Dr. Annette Rommel. Die Vorsitzende des Pferdezuchtverbandes Sachsen-Thüringen ließ es sich nicht nehmen, den ehemaligen Zuchtleiter in einer persönlichen Laudatio zu würdigen. Damit wurde seinem außergewöhnlichen Engagement Rechnung getragen: Der verdiente Funktionär, der einst Tierproduktion studierte, engagierte sich schon 1990 bei der Neugründung des Verbands Thüringer Pferdezüchter und war zunächst Assistent des Geschäftsführenden Zuchtleiter dieses Verbandes. Nach diversen weiteren Stationen wurde er 1999 dessen Zuchtleiter. Er gehörte zu den Mitinitiatoren des DSP und war schon bei der Premiere der damals noch „Süddeutschen Hengsttage“ Körkommissar. Auch an der Verschmelzung der Pferdezuchtverbände Sachsen und Thüringen war er maßgeblich beteiligt. Und nicht zuletzt trug er 2014 den Beschluss mit, ein gemeinsames Zuchtbuch des Deutschen Sportpferdes zu führen. Als Zuchtrichter und Körkommissar war er unermüdlich für das Deutsche Sportpferd im Einsatz, allein bei 18 Hengsttagen stellte er die züchterischen Weichen mit. mic